VMware Cloud on AWS – Keynote VMUG UserCon 2017 in Frankfurt

Ausblick zu VMware on AWS

Auf der jährlich statt findenden bundesweiten VMware User Conference in Frankfurt gab Frank Dennemann, VMware Senior Staff Architekt Cloud Plattform, einen Ausblick auf VMware on AWS (VMC).

Seinen Vortrag begann Frank Dennemann mit fünf Herausforderungen, die beim Wechsel auf eine Cloud Plattform zu beachten sind:

  1. Konsistenz im operativen Betrieb
  2. Bestehende Fähigkeiten und Werkzeuge
  3. Kontrolle, Management, Sicherheit
  4. Enterprise Level App SLA
  5. Kompatibilität mit Applikationen

Nutzt man ein ganzes Set an Cloud Anbietern ergeben sich die Herausforderungen für jeden der gewählten Cloud Anbieter als zusätzliche Komplikation.

VMware Cloud on AWS

VMware Cloud auf AWS (VMC) ist ein Software Defined Datacenter bestehend aus folgenden Komponenten

  • vCenter
  • vSphere auf dedizierten Servern
  • vSAN
  • NSX

Dies erlaubt Firmen, die beispielsweise. eine neue Außenstelle im Ausland gründen, direkt eine VMware SDDC Rechenzentrum “on demand” in einer der zahlreichen weltweit verteilen Availability Zones von AWS zu nutzen und dieses mit vorhandenem VMware Know-How zu betreiben. Die Provisionierungszeit sinkt damit quasi auf null. Cloud spezifische Architektur- und Betriebermodelle wie bei anderen Herstellern fallen bei diesem Modell damit zunächst weg.

Verbindung VMC mit On-Premises Rechenzentren

In einem weiteren Schritt lässt sich das in der Außenstelle des Kunden provisionierte SDDC auf AWS mit der privaten VMware Rechenzentrumsinfrastruktur verbinden. Dazu wird das vCenter des privaten Rechenzentrums mit dem vCenter der VMware Cloud on AWS verbunden. Dies geschieht mittels VPN oder mittels AWS Direct Connect. Letzteres erlaubt maximal eine 10-Gbit/s-Verbindung.

Insgesamt stehen für Verbindung des privaten Rechenzentrums mit dem VMC folgende Optionen bereit:

  • IPSEC VPN
  • L2 VPN NSX Edge
  • L2 VPN NSX On-Premise DataCenter
  • Cross-Center NSX mit AWS Direct Connect

Erweiterung um AWS Services

Zusätzlich zu der Verbindung mit dem eigenen Rechenzentrum lässt sich VMC auch noch mit dem AWS eigenen Diensten wie Amazon EC2, S3, IoT etc. verbinden. Somit ergibt sich ein Nutzungsszenario dass das Beste aus VMware und AWS Diensten kombiniert.

VMC-as-a-Service

Die VMC wird dabei als Service verkauft, d.h. ein Management einzelner Hosts, wie im Rechenzentrum ist daher nicht mehr nötig.

Durch diesen Umstand ergeben sich folgende Einschränkungen im Betrieb der VMC:

  • Kein root ESXI Zugriff
  • Keine VIB Installationen
  • Kein VDS Konfigurationszugriff
  • Keine direkten Management VMs

Voraussetzungen für VMware on AWS

Zur Vorbereitung auf das Release von VMC wird VMware vSphere 6.0 Update 3 vorausgesetzt, empfohlen wird allerdings der Betrieb mittels VMware vSphere 6.5.

Die Partnerschaft von AWS und VMware wurde bereits auf der VMWorld in Barcelona im Herbst 2016 angekündigt. Mit einem Produktrelease wird für Sommer 2017 gerechnet.

Über die VMware UserCon

Die VMware UserCon ist eine jährlich statt findende deutschschlandweite Veranstaltung, die die in den Regionen verteilten UserGroups in einem Event zusammenführt.

Mitorganisiert wurde der Event von den VMUG Leadern Süd-West Jens-Henrik Söldner (Geschäftsführer, Fa. Söldner Consult GmbH), und Dr. Fred Hantelmann (Head of Infrastructure Windows, Fa. Silpion)

Die diesjährige Veranstaltung war mit rund 300 Anwendern sehr gut besucht. In über 70 Tracks konnten sich die Anwender zu neuen VMware Produkten sowie zu Partnerprodukten der Hersteller Zerto, BlueMedora und RuneCast, Veeam und Trintri und noch vielen weiteren zu Neuerungen informieren.

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